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Presseberichte zum letzten Spiel der 1. Herren PDF Drucken

Kempa-Tore als Dank an die "besten Fans"

Die Heimweste der HSG Gevelsberg-Silschede ist blütenweiß geblieben. Im letzten Landesligaspiel wurde die HSG Wetter-Grundschöttel mit einem 35:22 (16:9) zum Abstieg verdammt. Den Saisonabschluss sahen rund 700 Zuschauer.

Noch einmal wurde mit den Fans gefeiert: Niklas Vogel nimmt hier Marco Luciano huckepack. (WR-Bild: Joe Schöler) (WR)

Noch einmal wurde mit den Fans gefeiert: Niklas Vogel nimmt hier Marco Luciano huckepack. (WR-Bild: Joe Schöler)
Eben diesem Publikum, das die Mannschaft über die gesamte Saison unterstützt hat, gehörte der Dank der Mannschaft. Rosen vor dem Anpfiff, gemeinsam überreicht mit den Kreismeisterinnen der weiblichen E-Jugend, folgte nach Spielschluss ein Spruchband: "Wir danken der Hölle West. Ihr seid die besten Fans der Liga".

Gegen Wetter stellten die Fans das wieder unter Beweis. Stimmungshöhepunkt waren die Einsätze von HSG-Legende Kurt Lindemann. Der 54-Jährige konnte sich gar per Siebenmeter in die Torschützenliste eintragen.

Neben ihm trafen zehn weitere Spieler. Ein weiterer Beweis für die Geschlossenheit der Gevelsberger Mannschaft. Die ersten acht Tore der HSG verteilten sich auf alle sechs Starter. Mit seinem zweiten Treffer traf Carlo Entrichnach zehn Minuten zum 9:2. Der Klassenunterschied war deutlich zu spüren. Nach 15 Minuten stand es 12:3 für den Meister. Torhüter Andreas Hoppe war bereits hier mit sechs Paraden Erfolgsgarant. Zwar ließ die HSG dann nach, die Pausenführung fiel mit 16:9 dennoch deutlich aus.

Die vorher von Trainer Philipp Kersthold ausgegebene Parole, schön zu spielen ohne leichtsinnig zu werden, setzte die Mannschaft im zweiten Abschnitt wieder gut um. Höhepunkt für das Publikum waren zwei Kempa-Tore. Die letzten Minuten verbrachte das Publikum im Stehen. Der Landesliga-Abschied der Gastgeber endete mit einem klaren 35:22-Erfolg.

Trainer wurde auf Schultern getragen

Ohne Verlustpunkt in eigener Halle und mit nur deren drei auswärts weisen die Gevelsberger eine beeindruckende Bilanz auf, was auch Staffelleiter Hilmar Schöler anerkannte, der die Meisterehrung vornahm. Vor dem offiziellen Teil feierte das Publikum jedoch noch minutenlang seine Mannschaft. Benni Lorch heizte mit dem gewohnten "Humba" die Stimmung ein, bevor nahezu jeder Spieler einzeln von den Fans besungen wurde. Als Vater des Erfolges wurde Philipp Kersthold wurde von seinen Spielern auf den Schultern getragen, um sich seinen Applaus abzuholen. HSG: Hoppe, Lorch; Pottkämper 6, Maenz 5/1, Eisenberg, D. Luciano, N. Vogel je 4, Kling, Entrich je 3, M. Luciano, Schlabach je 2, J.

Lindemann 1, K. Lindemann 1/1, Wortmann.

Partie nach zehn Minuten entschieden

Gevelsberg. (wp) Das letzte Spiel der Saison 2007/2008 für den Meister der Handball-Landesliga und Verbandsliga-Aufsteiger, HSG Gevelsberg-Silschede, war eigentlich nur noch Formsache. ...

Emotionen pur in der Halle West. Kurt Lindemann läuft auf und versenkt einen von drei Strafwürfen. Der 55-Jährige zählte 1971/1972 als A-Jugendlicher zum Verbandsligateam der VSF Gevelsberg. Ein Kreis schließt sich. Fotos (4): Steffen Gerber Der Meistertrainer Philipp Kersthold wird von einigen seiner Spieler geschultert. Die Fans auf der Tribüne lassen den Coach daraufhin hochleben.Staffelleiter Hilmar Schöler überreicht die offizielle Meisterschaftsurkunde an den HSG-Kapitän Benjamin Lorch.Der Jubel auf dem Parkett und auf der Tribüne kannte auch nach dem letzten Spieltag keine Grenzen. Per Huckepack dreht Niklas Vogel mit Marco Luciano eine Ehrenrunde vor den begeisterten Fans. (WP)

Emotionen pur in der Halle West. Kurt Lindemann läuft auf und versenkt einen von drei Strafwürfen. Der 55-Jährige zählte 1971/1972 als A-Jugendlicher zum Verbandsligateam der VSF Gevelsberg. Ein Kreis schließt sich. Fotos (4): Steffen Gerber Der Meistertrainer Philipp Kersthold wird von einigen seiner Spieler geschultert. Die Fans auf der Tribüne lassen den Coach daraufhin hochleben.Staffelleiter Hilmar Schöler überreicht die offizielle Meisterschaftsurkunde an den HSG-Kapitän Benjamin Lorch.Der Jubel auf dem Parkett und auf der Tribüne kannte auch nach dem letzten Spieltag keine Grenzen. Per Huckepack dreht Niklas Vogel mit Marco Luciano eine Ehrenrunde vor den begeisterten Fans.
... Lediglich für den Gegner, HSG Wetter-Grundschöttel, ging es ums nackte Überleben, um den Klassenerhalt. Doch schnell war klar, dass die Gevelsberger Meister keineswegs gewillt waren, Geschenke zu verteilen, überhaupt auch nur im Entferntesten in den Ruch der Manipulation zu kommen.

Von der ersten Sekunde an machte der Gastgeber Dampf und kam folgerichtig zum 35:22 (16:9)-Sieg. Damit bleibt Gevelsberg in eigener Halle ohne Punktverlust.

Schnell setzte sich Gevelsberg ab. Bereits nach zehn Minuten, Carlo Entrich erzielte gerade nach einer sehenswerten Kombination das 9:2, war die Partie entschieden. So konnten die Gevelsberger anfangen, für die Galerie zu spielen, mehr und mehr Sprungbälle, Kempertricks und weitere Kombinationen anzusetzen. Immerhin kam die Wetteraner Abwehr auf den Trichter, sich nicht durch Flugbälle vorführen zu lassen und hielt in der Abwehr dagegen. Ansonsten hatte sich mit dem Absteiger einer der schwächsten Mannschaften in der Halle West präsentiert. Beim Boxen würde man gar von "Fallobst" sprechen. Gevelsberg ließ es zwischenzeitlich zu lasch angehen. Mitte der ersten Spielhälfte gelang ihnen zehn Minuten lang kein Tor. Wetter kam von 13:4 auf 13:8 heran, ehe Entrich den Torreigen wieder eröffnete.

Einmal mehr Garant für den Erfolg war Keeper Andreas Hoppe, der 15 Hundertprozentige - davon einen Strafwurf - entschärfte. Benjamin Lorch, Kapitän und Nummer zwei im Kasten, spielten in den letzten 14 Minuten und entschärfte fünf (einen Siebener) dicke Dinger.

Gevelsberger Gala zum Ende der Saison

Gevelsberg. (wp) Mit einer emotionalen Gevelsberger Gala in der Halle West endete die Handball-Saison in der Landesliga.

Dabei gelang Meister und Verbandsliga-Aufsteiger HSG Gevelsberg-Silschede mit dem 35:22 (16:9)-Sieg über HSG Wetter-Grundschöttel der Spagat zwischen ernsthaftem Handball und Schaulaufen. Zur Kür zählte, dass Kurt Lindemann (55 Jahre), einst als A-Jugendlicher Verbandsliga-Handballer der VSF Gevelsberg in der Saison 1971/1972, mit der Nummer 7 auflaufen durfte. In der 44. Minute betrat er unter tosendem Applaus das Parkett. Ging an den Siebenmeter-Punkt - und verwarf. Noch zweimal ging es zum Strafwurf. Eine weitere Fahrkarte und ein Treffer war seine Ausbeute. Ferner feierte die HSG Gevelsberg-Silschede die Meisterschaften der Vierten und der Frauen.

Doppelten Grund zur Freude hatte die HSG Linderhausen-Schwelm gestern Nachmittag. Denn sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft steigen in die Kreisliga bzw. in die 1. Kreisklasse auf.

Bitter für HC Ennepetal: Spätestens durch den dreifachen Abstieg der HSG Wetter-Grundschöttel mit der ersten, zweiten und dritten Mannschaft müssen die Klutertstädter nach nur einjähriger Zugehörigkeit die Kreisliga wieder verlassen.

"Kurtis" zweiter Verbandsligaufstieg - nach 36 Jahren

Ennepetal, 27.04.2008
(win) Die zweite Halbzeit nahm fast nur noch einer richtig ernst: Kurt Lindemann. Ausgiebig bereitete der 54-Jährige sich auf seinen Einsatz vor. Und der kam auch. ...

Der alte Mann und die jungen Damen. Die von ihm trainierten zweiten HSG-Frauen beim Tänzchen mit Kurt Lindemann, der Gevelsberger Sport-Geschichte schrieb. (WR-Bild: Frank Winter) (WR)
Der alte Mann und die jungen Damen. Die von ihm trainierten zweiten HSG-Frauen beim Tänzchen mit Kurt Lindemann, der Gevelsberger Sport-Geschichte schrieb. (WR-Bild: Frank Winter)
... Erst - mittlerweile lautstark vom Publikum gefordert - für drei Strafwürfe und dann noch einmal für die letzten Minuten. "Kurti" schrieb damit Gevelsberger Handball-Geschichte. Denn er war als junger Bursche schon mit von der Partie beim letzten Gevelsberger Verbandsliga-Aufstieg. Das war vor 36 Jahren - im Feldhandball. Dass nur einer der Strafwürfe saß, wurmte Lindemann ein wenig. Eine Erklärung aber hatte er auch: Der Ball wollte nicht recht aus der Hand. Harz ist halt doch etwas ungewohnt für ihn.

Sein Traum ging damit zumindest halb in Erfüllung. Einmal noch wollte er mit seinen Söhnen gemeinsam spielen. Zumindest mit Jan hat es geklappt. Dass Claas nicht auch noch auflief, lag schlicht daran, dass unklar war, ob das Heraufziehen am letzten Spieltag regelkonform gewesen wäre. Die HSG wollte aber den Sieg nicht gefährden.

Für Trainer Kersthold befand den Einsatz des Oldies als "Symbol für die familiäre und freundschaftliche Atmosphäre, die diesen Verein so auszeichnet".

Das befand auch Bürgermeister Claus Jacobi, der den Spruch von der "Hölle West" in puncto Hitze wörtlich nahm und eine neue Lüftungsanlage versprach, zudem eine neue Tonanlage. Beide ist auch drigend geboten. So freuten sich die Meister und ihre Fans denn auch über dieses Versprechen mehr als über den Sechser-Pack Sekt, den Jacobi mitbrachte.

Nach den Gratulationen von Jacobi, Verbands- und Vereinsoffiziellen ging die Party in der Halle los. Neben einem DJ sorgte vor allem das zur Verfügung gestellte Freibier für beste Laune bei allen Beteiligten, ehe es spätnachts noch ins "Papillon" ging. In der Stammkneipe der HSG wurde einmal mehr bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Schade eigentlich, dass das nun erst einmal vorbei ist.

Letzte Aktualisierung ( Montag, 28. April 2008 )
 
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